Maus-Guide #1: DPI und Sensitivität

Die Mausbewegung

Ohne eine gute Maus machen die meisten Computerspiele keinen oder nur wenig Spaß, deswegen zeigen wir euch in dieser Reihe worauf es ankommt und was eine gute Maus ausmacht.

Der erste Teil der Reihe dreht sich um zwei wichtige Merkmale einer Maus, DPI, die „Dots per inch“ sowie die Sensitivität. Diese beiden Begriffe fallen oft im gleichen Atemzug, sagen aber zwei gänzlich unterschiedliche Dinge aus.

Dots per Inch

Gerade die Höhe der DPI ist eines der Verkaufsargumente bei Mäusen. Die Leistungsfähigkeit eines Sensors wird meistens mit der DPI-Zahl, also der Auflösung angegeben. Diese ist gerade fürs Gaming zwar ein wichtiger Wert, aber eben nicht der wichtigste.

Moderne Mäuse verfügen über einen optischen Sensor, hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Technologien:

  • Optisch (LED)
  • Optisch (Laser)

Sie alle sind aber dafür verantwortlich, dass der Untergrund der Maus abgetastet wird. Während der Bewegung werden Unebenheiten erfasst und in Bewegungsdaten umgewandelt. Diese Bewegungsdaten gibt die Maus an den Computer weiter. Je höher die Auflösung der Maus um so feinere Bewegungen kann die Maus erkennen. Mit einer höheren Auflösung, steigt auch automatisch die Mausgeschwindigkeit. Bei einer Auflösung von 800 DPI bewegt sich die Maus pro Zoll (2,54 cm) 800 Punkte auf dem Monitor. Bei einer Auflösung von 4000 DPI dementsprechend 4000 Punkte pro Zoll.

Man stellt sich also dann die Frage, warum die Hersteller so viel Wert auf die DPI-Zahl legen, da eine hohe DPI-Zahl für den Endverbraucher im ersten Moment nur eine Geschwindigkeitserhöhung bringt. Modernste Gamingmäuse haben DPI-Zahlen von weit über 10.000 DPI, bei solchen Werten ist die Maus so schnell, dass sie kaum noch zu handhaben ist. Durch die enorme Geschwindigkeit leidet natürlich auch die Genauigkeit, denn kleine Bewegungen lassen sich praktisch nicht mehr durchführen. Warum also eine Maus mit so einer hohen DPI-Zahl überhaupt kaufen? Hier kommt die Sensitivität ins Spiel.

Sensitivität

Vor allem in 3D-Anwendungen spielt die Sensitivität eine große Rolle. Denn in 3D-Anwendungen bewegen wir die Maus nicht Pixelweise. Ein Pixel ist nämlich nur Zweidimensional vorhanden und hat nur Höhe und Breite. In 3D-Anwendungen kommt jetzt noch die Tiefe ins Spiel und somit wird die Bewegung der Maus nicht mehr Pixelweise bewegt, sondern in Vektoren. Neben der dritten Dimension unterscheidet sich eine Bewegung mit Vektoren noch in einem anderen Punkt entscheidend von einer Pixelbewegung: Sie kann unendlich genau sein.

Das Zusammenspiel von DPI und Sensitivität ist also das, worauf es ankommt. Ein hoher DPI-Wert alleine bringt einem keinen Vorteil bei Games. Aber was ist jetzt eigentlich genau die Sensitivität?

Vereinfacht gesagt, kann man über die Sensitivität einstellen, mit welchem Prozentsatz der DPI sich der „Zeiger“ bewegt. Stellt man die Sensitivität auf 50%, bei einer DPI von 4000, dann bewegt sich der Zeiger 2000 Punkte pro Inch. Man verlangsamt die Maus also künstlich wieder, behält aber die Genauigkeit des Sensors bei.

Die Sensitivität der Maus kann entweder in den Mauseinstellungen von Windows, oder im Treiber der Maus eingestellt werden.

Abtastrate

Die Abtastrate wird in Herz (hz) angegeben. Sie sagt aus, wie häufig die Maus Daten an den Computer schickt. Je höher der Wert um so schneller werden die Daten von der Maus an den Computer übertragen. Bei einer sehr niedrigen Abtastrate könnte es also zu Verzögerungen kommen – man bewegt die Maus, aber der Zeiger bewegt sich erst etwas später.

Es gibt allerdings auch Nachteile bei einer hohen Abtastrate, zum einen steigt der Stromverbrauch des USB-Anschlusses, da mehr Daten übertragen werden. Und durch die Menge an Daten wird die CPU des Rechners mehr beansprucht. Gerade bei Notebooks kann eine niedrigere Abtastrate zu einer spürbaren Verlängerung der Akkulaufzeit führen.

Die Mauseinstellung in Windows sollte auf dem voreingestellten Wert 6 verbleiben. Die Zeigerbeschleunigung sollte auf jeden Fall deaktiviert bleiben!

Beschleunigung

Bei der Mausbeschleunigung handelt es sich um einen Wert, der abhängig von der Beschleunigung, mit der die Maus bewegt wird, die Mausbewegung dynamisch anpasst. Bewegt man die Maus langsam über das Mauspad, werden die DPI also automatisch runtergerechnet und der Mauszeiger bewegt sich langsamer als eigentlich eingestellt. Bewegt man die Maus schnell, wird die DPI-Zahl automatisch angehoben und die Maus bewegt sich weiter als eigentlich eingestellt.

Während es im normalen Windowsbetrieb und bei manchen Programmen Sinn machen kann, diese Einstellung zu nutzen, ist sie für Gamer überhaupt nicht geeignet und sollte auf jeden Fall ausgeschaltet werden.

Gamer legen, bewusst oder unbewusst, sehr viel Wert auf das sogenannte „Muscle-Memory“. Dieser Effekt tritt auf, wenn sich das Gehirn daran erinnert, dass die Maus z.B. 15 cm bewegt werden muss um eine 180 Grad-Drehung zu vollziehen. Mit eingeschalteter Mausbeschleunigung ist dieser Effekt so gut wie nicht erreichbar, da sich die zurückzulegende Strecke immer wieder ändert.

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